Der Lingam

Lingam“ (Sanskritwort) ist in die deutsche Sprache nicht übersetzbar, da unsere Bezeichnungen für das Geschlechtsteil des Mannes entweder abfällig (Schwanz, Pimmel), medizinisch (Penis) oder verkleinernd bzw. verniedlichend (kleiner Freund, Hänschen, fränkisch: Schnörpferla) wirken.

Damit hat die Bezeichnung „Lingam“ nichts zu tun. Im Tantra wird der Lingam verehrt, als lebensspendendes, schöpfendes, göttliches Instrument. Eine sinngemäße Übersetzung oder Umschreibung wäre treffender mit Begriffen wie:

„Lichtsäule“ oder „Wand des Lichts“ (hell, göttlich, strahlend) oder

„Jadestab“ (Jade gilt im indischen Raum als wertvollster Edelstein) oder

„Lotusschwert“ (Lotusblüte die schönste, edelste Blume – Buddha sitzt auf einem Lotusthron!)

Verehrung, Achtung, Wertschätzung und liebevolle Zuneigung – die grundsätzliche Einstellung des Tantra dem Leben gegenüber – gipfeln in diesem Begriff: „Lingam“.

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